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Ein Leitfaden für den achtsamen Umgang mit introvertieren Tanzanfängern

In meinem Unterricht begegne ich schon jetzt, nach nur wenigen Monaten des Unterrichtens von Erwachsenen, so vielen verschiedenen Menschen. Alle bringen ein ganz anderes Mindset mit, jeder seine oder ihre eigene Geschichte. Manche sind laut und fröhlich, gleich zu Beginn finde ich leicht den Zugang zu ihnen und erfahre schnell, wie ich mit ihnen umgehen darf. Sie wirken offen und auch kritikfähiger als solche, die erstmal ganz still in den Unterricht kommen und die ersten Male kaum auffallen. Ja, es ist natürlich einfacher mit diesen ganz offenen Menschen. Doch gebe ich den stilleren Menschen ein paar Wochen Zeiten, so merke ich, wie sie sich langsam öffnen und entfalten. Wie ich Stück für Stück ein wenig mehr von ihnen sehen kann und darf. Es ist wunderschön für mich, wenn sich diese Menschen mir anvertrauen, Fragen stellen und ich ihr Wachstum erkennen kann. Manche Schüler_innen öffnen sich kaum, sie leben in ihrer eigenen Zurückgezogenheit, fordern nicht, sind aber in beinahe jeder Stunde da. Dies sind für mich die zum Teil herausfordernsten Schüler_innen. Wie gehe ich auf sie …

Warum es nicht wichtig ist, dass du immer alles richtig machst – Was hilft wenn dich Reihenfolgen und Übungen frustrieren

Frustrierte Gesichter, verwirrte und hilflose Blicke und schließlich einfach aussetzen. Was klingt wie ein Leichenfund in einem Sonntagabend-Tatort ist in Wirklichkeit eine ganz gewöhnliche Tanzstunde an einem ganz gewöhnlichen Freitagabend. Doch für die Teilnehmer genauso real wie für die Kommissare im Fernsehen. Nicht selten erlebe ich wie meine Schülerinnen frustriert sind, weil sie eine Reihenfolge nicht beherrschen oder bestimmte Schrittkombinationen einfach nicht funktionieren wollen. Selbstverständlich frage ich immer wieder nach und wir üben mehrmals nacheinander bis es eigentlich sitzen sollte – doch dann gibt es eben diese Tage, da sitzt es einfach nicht. Auch nicht nach 50 Wiederholungen. Ich kenne das – für ambitionierte Hobbytänzer ist dies ein Abend, den man am liebsten einfach abschließen und vergessen möchte. Wer besonders anspruchsvoll ist und noch dazu ungnädig mit sich selbst verdrückt sogar das ein oder andere Tränchen. Als ich selbst noch in der Ausbildung war, da hatte ich auch diese Tage. Da wir 8 Stunden lang Training hatten, zog sich die Frustration manchmal über den ganzen Tag – on top of it all siehst du auch …

Was bedeutet „ganzheitliches Tanztraining“ und wieso ist es gut für mich?

Schon lange tanze ich – um genau zu sein, seit ich mit 3 Jahren in einem Ballettstudio angemeldet wurde. Seit diesem Tag brenne ich für’s Tanzen und diese Liebe wird mich wohl nie loslassen. Doch eines hat mich oft gestört – nie wirklich habe ich mich mit meinem Körper richtig wohl dabei gefühlt. Ich habe nicht die typisch zierliche Figur einer Ballerina und die werde ich auch nie haben. Lange, lange hat mich dies gestört, aber heute weiß ich, dass ich nicht aussehen muss wie eine „typische“ Tänzerin der Royal Academy, sondern dass ich so aussehen muss, wie ich mich wohlfühle und wie es mir gefällt. Sorry not so sorry: Ich bin keine zierliche Ballerina – aber das ist auch gar nicht schlimm! Ich kann meinen Knochenbau nun mal nicht zu zierlich ändern. Was ich tun kann, ist meinen Körper zu trainieren, meine Muskeln geschmeidig zu halten und mich zu dehnen und zu stretchen. Ich kann die beste Version meiner selbst werden! Und das finde ich einfach nur genial und vor allem ziemlich befreiend! Diese …