Spirit & Selflove, Tanztraining
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Warum es nicht wichtig ist, dass du immer alles richtig machst – Was hilft wenn dich Reihenfolgen und Übungen frustrieren

Frustrierte Gesichter, verwirrte und hilflose Blicke und schließlich einfach aussetzen. Was klingt wie ein Leichenfund in einem Sonntagabend-Tatort ist in Wirklichkeit eine ganz gewöhnliche Tanzstunde an einem ganz gewöhnlichen Freitagabend. Doch für die Teilnehmer genauso real wie für die Kommissare im Fernsehen. Nicht selten erlebe ich wie meine Schülerinnen frustriert sind, weil sie eine Reihenfolge nicht beherrschen oder bestimmte Schrittkombinationen einfach nicht funktionieren wollen. Selbstverständlich frage ich immer wieder nach und wir üben mehrmals nacheinander bis es eigentlich sitzen sollte – doch dann gibt es eben diese Tage, da sitzt es einfach nicht. Auch nicht nach 50 Wiederholungen. Ich kenne das – für ambitionierte Hobbytänzer ist dies ein Abend, den man am liebsten einfach abschließen und vergessen möchte. Wer besonders anspruchsvoll ist und noch dazu ungnädig mit sich selbst verdrückt sogar das ein oder andere Tränchen.
Als ich selbst noch in der Ausbildung war, da hatte ich auch diese Tage. Da wir 8 Stunden lang Training hatten, zog sich die Frustration manchmal über den ganzen Tag – on top of it all siehst du auch noch die ganze Zeit dein eigenes Face im Spiegel und hast irgendwann gar keine Lust mehr.

„Scheinbar können ALLE anderen ja die Reihenfolge nur DU wieder nicht. Nur DU Loser kriegst es nicht gebacken – was machst du überhaupt hier? Du kannst doch gar nicht tanzen! Was war das wieder für eine sch…Idee dich hier anzumelden? Warst wohl etwas übermütig..typisch für dich du selbstgefällige Idiotin. Und überhaupt. Diese Kackfrisur die du da trägst – was bitte soll das? Diese ganzen jüngeren Mädels sind alle so hübsch…und die haben noch ALLES vor sich. Und DIE können das natürlich alles. Boa. Ich will nach Hause aufs Sofa. Keinen Bock mehr. Ach ja..Zuhause. Da wartet die unaufgeräumte Küche auf mich…oaa nee!…..“

Merkste? Gedankenkarussel is spinning at its best! Aber hier sage ich ganz klar „STOP“! Denn was du da tust ist reine Selbstsabotage und nützt dir überhaupt nichts. Statt dich in Selbstmitleid zu baden oder dich selbst ins Lächerliche zu ziehen rate ich dir erstmal 5 tiefe Atemzüge zu nehmen. Lass mal kurz die Danceclass links liegen und höre kurz in dich rein.

  1. Sich zu vergleichen bringt dir wirklich gar nichts. Es macht dich nicht glücklicher und die Reihenfolge lernst du so auch nicht. Es ist so ungesund sich mit anderen zu vergleichen und auch SO eine Energieverschwendung. Denn du bist einzigartig und so wie du bist, ist einfach NIEMAND auf der GANZEN Welt. Allein dieser Fact sollte reichen dich zu überzeugen. Und auch die anderen haben Probleme und sind unzufrieden. Das ist super schade, denn wenn man einmal erkennt, dass wir alle zusammen viel mehr erreichen könnten als jeder einzelne für sich, dann ergibt alles im Leben so viel mehr Sinn. Wir alle zusammen können gemeinsam auf den schönsten Beats tanzen und eine Atmosphäre erzeugen, die einfach nur Spaß macht. Sich gegenseitig zu unterstützen gibt so viel mehr her als sich vergleichen. Wir können richtig hohe Frequenzen erzeugen wenn wir uns einfach nur als eins fühlen und tanzen – und dann schickt das Universum uns ganz hohe Frequenzen zurück! Promise!
  2. Wo wir schon mal beim Universum sind: Das Gesetz der Anziehung wirkt hier ganz krass! Strahle Selbstbewusstsein und Liebe hinaus. Sei lieb zu dir, wenn was nicht klappt und sei vor allem gütig. Gestehe dir Fehler ein aber sieh auch immer was du alles schon kannst und hast. Dein Hüftschwung ist klasse aber deine Pirouetten lassen ziemlich zu wünschen übrig? Na und? Schau doch was du schon KANNST und schöpfe daraus. Arbeite daraufhin eine Double-Pirouette zu machen anstatt dir vorzugaukeln, dass du das niemals schaffst. Du wirst es schaffen, das verspreche ich – du musst es nur von Herzen wollen und einfach machen! Du bekommst das, was du aussendest doppelt zurück! Einfach magisch oder?
  3. Gönne dir und deinem Körper eine Pause. Manchmal hilft es auch einfach mal einen Schritt zurück zu gehen und sich auf die Bank zu setzen. Und dann beobachte ganz aktiv was die andere machen. Wie genau führen sie Bewegungen aus, um zum gewünschten Ziel zu kommen? Welche Schrittkombi sieht schwerer aus als sie ist? Wie ist der Rhythmus von Strophe und Refrain und was wiederholt sich hier? Zähle alle 8er in dem Song mit und gehe mehrmals nur im Kopf alles durch. Das kann man auch im Auto oder Zuhause ganz prima üben.
  4. Fragen! Immer wieder fragen! Wenn du eine kompetente Tanzlehrerin oder einen Tanzlehrer hast, dann werden die gleichen Fragen immer wieder beantwortet – egal wie oft sie gestellt werden. Denn das ist ein riesiger Teil unseres Berufes und macht uns auch wirklich nichts aus. Es ist viel einfacher für uns, wenn ihr gezielt fragt und sagt wo wir helfen können und es ist SO wichtig feedback zu bekommen um den Unterricht zu verbessern und für alle ein tolles Klima zu schaffen, in dem alle Fragen okay sind und keiner sich blöd vorkommen muss.
  5. Das ist der wohl wichtigste Punkt, den ich dir ganz nah lege: Gib nicht auf wenn du das Tanzen liebst. Ich verspreche, verspreche, verspreche dir, es wird leichter es wird einfacher. Bleib am Ball und tanze, weil dein Herz es so liebt. Denn darauf kommt es an. Auf den Spaß und die Musik. Reihenfolgen kommen und gehen genau wie Übungen und schlechte Tage. Was bleibt ist dein Herz und der Beat.

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