Monat: November 2017

Warum es nicht wichtig ist, dass du immer alles richtig machst – Was hilft wenn dich Reihenfolgen und Übungen frustrieren

Frustrierte Gesichter, verwirrte und hilflose Blicke und schließlich einfach aussetzen. Was klingt wie ein Leichenfund in einem Sonntagabend-Tatort ist in Wirklichkeit eine ganz gewöhnliche Tanzstunde an einem ganz gewöhnlichen Freitagabend. Doch für die Teilnehmer genauso real wie für die Kommissare im Fernsehen. Nicht selten erlebe ich wie meine Schülerinnen frustriert sind, weil sie eine Reihenfolge nicht beherrschen oder bestimmte Schrittkombinationen einfach nicht funktionieren wollen. Selbstverständlich frage ich immer wieder nach und wir üben mehrmals nacheinander bis es eigentlich sitzen sollte – doch dann gibt es eben diese Tage, da sitzt es einfach nicht. Auch nicht nach 50 Wiederholungen. Ich kenne das – für ambitionierte Hobbytänzer ist dies ein Abend, den man am liebsten einfach abschließen und vergessen möchte. Wer besonders anspruchsvoll ist und noch dazu ungnädig mit sich selbst verdrückt sogar das ein oder andere Tränchen. Als ich selbst noch in der Ausbildung war, da hatte ich auch diese Tage. Da wir 8 Stunden lang Training hatten, zog sich die Frustration manchmal über den ganzen Tag – on top of it all siehst du auch …

„Tanzen? Nee ich bin überhaupt nicht gelenkig und so..“ – alles Quatsch! Wieso es keine Rolle spielt, dass du nicht gelenkig bist

Das Ding mit der Selbstliebe kennen wir alle! Sich selbst zu lieben, tja, ist das nicht die schwerste Aufgabe überhaupt? Für mich eine große Herausforderung, und manchmal schaffe ich es heute noch nicht sie zu meistern. Aber an den meisten Tagen schon. Schaue ich meine Kinder an, könnte mein Herz wohl platzen – SO viel Liebe steckt da drin. Sie schnürt mir die Luft zum Atmen ab, wenn es mich gerade wieder überkommt. Aber sehe ich mich selbst genauso? Leider nicht. Und so geht es wohl den meisten Menschen. „Eigenlob stinkt“ – dieser Satz ist in vielen Köpfen total verfestigt. Allerdings finde ich, dass das ziemlich fehl am Platze ist. Wenn ich etwas schaffe, ein Ziel erreiche, wenn ich besonders stolz auf mich bin, weil ich endlich das Badezimmer neu gestrichen, den Einkauf erledigt, den Job bekommen habe, dann soll das stinken?? Für mich duftet das ganz herrlich nach Blumen und Liebe – Selbstliebe nämlich. Denn wir loben doch auch andere und bewundern sie oder sind stolz. Warum dürfen wir uns nicht selber beklatschen? Humbug, …

Für’s Tanzen ist es nie zu spät – Warum es Sinn macht auch jenseits der 35 noch mit Tanzen zu beginnen

Stehst du manchmal morgens auf und hast das Gefühl du bist ca. 10 cm geschrumpft, ein Lastwagen hat dich überfahren und deine Laune ist bei -200? Deine Kinder, falls du welche hast, erscheinen dir seeehr langsam bei einfach allem, und das obwohl du sie pünktlich irgendwo hinkutschierten musst? Nun, deinen Kindern kann ich leider nicht das Gemütliche am Morgen nehmen, aber dir können wir einen gesünderen Schlaf und mehr Energie verleihen. Wie das gehen soll? Mit Tanz natürlich!! Tanz hat eine unglaubliche Wirkung auf uns Studien haben gezeigt, dass das Tanzen Einfluss auf unsere kognitiven Fähigkeiten nimmt, uns entspannter macht, uns heilen kann. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass Tanztherapien bei unheilbaren Krankheiten eine Rolle spielen können. Eine Patientin mit multipler Sklerose konnte beispielsweise durch Tanztraining nach kurzer Zeit auf eine, von insgesamt zwei, Gehilfen verzichten. Weiterhin wurde Tanz schon bevor die Menschen überhaupt schreiben oder lesen konnte, als Mittel für Wohlbefinden und Heilsamkeit eingesetzt (Levy, 1988). Beim Tanzen können wir Gefühlen Kraft und Ausdruck verleihen. Wir setzen Emotionen frei, wir machen uns frei …

Was bedeutet „ganzheitliches Tanztraining“ und wieso ist es gut für mich?

Schon lange tanze ich – um genau zu sein, seit ich mit 3 Jahren in einem Ballettstudio angemeldet wurde. Seit diesem Tag brenne ich für’s Tanzen und diese Liebe wird mich wohl nie loslassen. Doch eines hat mich oft gestört – nie wirklich habe ich mich mit meinem Körper richtig wohl dabei gefühlt. Ich habe nicht die typisch zierliche Figur einer Ballerina und die werde ich auch nie haben. Lange, lange hat mich dies gestört, aber heute weiß ich, dass ich nicht aussehen muss wie eine „typische“ Tänzerin der Royal Academy, sondern dass ich so aussehen muss, wie ich mich wohlfühle und wie es mir gefällt. Sorry not so sorry: Ich bin keine zierliche Ballerina – aber das ist auch gar nicht schlimm! Ich kann meinen Knochenbau nun mal nicht zu zierlich ändern. Was ich tun kann, ist meinen Körper zu trainieren, meine Muskeln geschmeidig zu halten und mich zu dehnen und zu stretchen. Ich kann die beste Version meiner selbst werden! Und das finde ich einfach nur genial und vor allem ziemlich befreiend! Diese …